Wilde Jäger und Schmusetiger

Seit Jahrhunderten leben Katzen als Haustier mit dem Menschen und doch haben sie sich die Anmut und Wildheit ihrer Vorfahren bewahrt. Katzen sind faszinierende Tiere. Sie sind verschmuste Gefährten und zugleich eigenständige Jäger. Die Art, wie sich Katzen in der Sonne räkeln, sich geschmeidig, fast lautlos bewegen, und ihr geheimnisvoller Blick verleiht ihnen eine mystische, meditative Aura.
Was Katzen so besonders macht, ist ihre Fähigkeit, Nähe zu schenken, ohne dabei ihre Freiheit aufzugeben. Katzen können uns ihre Zuneigung zeigen, suchen unsere Nähe und spenden manchmal Trost. Aber sie zeigen uns auch, wenn sie ihre Ruhe haben wollen oder etwas nicht zu ihrer Zufriedenheit ist. – Nicht immer verstehen wir sofort, wie die Katze mit uns kommuniziert.
Saß Ihre Katze auch schon mal im Obstkorb?
Unsere Hauskatzen haben sich bis heute viel vom Aussehen und Verhalten ihrer Vorfahren, den Falbkatzen, bewahrt. Katzen sind kleine Raubtiere. Ihr Körperbau und die Sinnesleistungen sind auf Jagd und Beutefang ausgelegt. Andererseits müssen sie in der Natur dennoch auch aufpassen, dass sie nicht selbst zur Beute werden. – Was hat das nun mit dem Obstkorb zu tun?
Viele Verhaltensweisen oder Reaktionen unserer Katzen lassen sich mit einem Blick auf ihre Abstammung und den ursprünglichen Lebensraum erklären. Das gilt sowohl für Wohnungskatzen, als auch für Katzen mit Freigang.
Auch in unseren Wohnungen wollen Katzen beobachten, sich verstecken und jagen. Zur Beute werden dann auch mal Fliegen oder Bonbon-Papierchen. Das Bücherregal wird als Beobachtungsposten genutzt. Katzen lieben kleine Höhlen als Unterschlupf- und Versteckmöglichkeit. Unsere Katzen testen dabei viele Möglichkeiten aus. Und manchmal entspricht auch der Obstkorb ihrem Gefühl von Sicherheit oder einem guten Beobachtungsposten. Meistens kann man darüber schmunzeln. Vielleicht überlegt man sogar, ob man das gleich unterbinden soll, oder vorher lieber doch noch ein süßes Foto macht…
Andere unerwünschte Verhaltensweisen von Katzen, können beim Zusammenleben in Haus oder Wohnung für Katzenhalter aber richtig belastend werden.
Warum pinkeln manche Katzen auf den Fußboden oder auf Möbel?
Katzen kommunizieren auch über Kratz- und Harnmarkieren. Beides ist in der Natur nicht weiter schlimm, im Haus oder in der Wohnung vom Katzenhalter aber nicht unbedingt erwünscht. Wenn regelmäßig im Wohnbereich markiert wird, kann das zu einer großen Belastung für die Katzenhalter werden.
Es zählt übrigens nicht jedes Pinkeln außerhalb des Katzenklos zum Markierverhalten. Wenn die Katze ihr „Geschäft“ auf dem Teppich, Sofa oder Badezimmerfliesen verrichtet, müssen wir uns also den Kontext genauer ansehen.
Sind Katzen unberechenbare Einzelgänger?
Oft wird Katzen nachgesagt, sie seien unberechenbar, unnahbar oder gar aggressiv. Doch sie sind sensible Geschöpfe mit unterschiedlichsten Charakteren.

Es gibt Einzelgänger, aber auch soziale Katzen. Letztere suchen den Kontakt zu Artgenossen, putzen sich gegenseitig oder kuscheln sogar miteinander. Im Verhalten zum Menschen sind einige Katzen zutraulich, aber trotzdem ein bisschen zurückhaltend, andere lassen sich gerne hochheben und herumtragen. Manche Katzen verhalten sich sehr scheu, insbesondere, wenn sie als junge Katzen wenig Kontakt zu Menschen hatten.
Inzwischen weiß man, dass Katzen komplexe soziale Beziehungen haben können. Eine Rangordnung wie bei Hunden gibt es bei Katzen dabei nicht. Aber auch mit uns Menschen können Katzen enge Bindungen eingehen. Und umgekehrt hängen wir Menschen oft sehr an unseren Miezen. Sie werden Teil unserer Familien.
Miauen, Schnurren, Blinzeln – Wie spricht eine Katze?
Katzen bringen ihre Stimmung durch Mimik, Körpersprache und Lautäußerungen zum Ausdruck.



Wenn wir unsere Katze verstehen wollen, müssen wir ihre Sprache lernen und ihre Bedürfnisse verstehen. Hören und sehen Sie als Katzenhalter genau hin! Was passiert gerade im Gesicht mit Augen, Ohren, Schnurrhaaren? Wie trägt die Katze ihren Schwanz? Liegt das Fell an oder steht es ab?
Wie oben schon beschrieben gehört auch das Markieren zur Katzensprache. Aber was genau will mir meine Katze sagen, wenn sie in den Blumentopf pinkelt? Und ist die „duftende“ Botschaft an der Haustüre wirklich für mich?
Ich helfe Ihnen Ihre Katze zu verstehen und herauszufinden, ob das unerwünschte Verhalten ein „normales“ Katzenverhalten ist oder ob es sich schon um eine Verhaltensstörung handeln könnte. Wir suchen gemeinsam nach der Ursache des problematischen Verhaltens und nach Wegen, dieses Verhalten zu ändern.
Kann man Katzen trainieren?
Clickertraining kennt man vielleicht mehr im Zusammenhang mit Hunden oder Pferden. Aber auch für Katzen ist Clickertraining gut geeignet. Das Prinzip ist, dass erwünschtes Verhalten belohnt wird und der „Klick“ dabei als Verstärker dient.

Clickertraining kann eingesetzt werden, um die Bindung zwischen Mensch und Katze zu stärken, um der Katze Tricks (wie z. B. das High Five auf dem Foto) beizubringen, aber auch, um unerwünschtes Verhalten zu korrigieren.
Wie läuft die Verhaltensberatung ab?
Grundlage für eine Verhaltensberatung ist eine ausführliche Anamnese, die per Fragebogen und einem ersten Gespräch bei Ihnen zu Hause erfolgt. Dabei möchte ich Sie und Ihre Katze kennenlernen und wahrnehmen, was die Katze umgibt. Wenn ein Verdacht auf eine medizinische Ursache besteht, bitte ich Sie, dies zunächst tierärztlich abzuklären.
Anschließend erhalten Sie einen Maßnahmenplan, den wir in einem weiteren Termin gemeinsam besprechen. Dabei schauen wir uns auch an, welche Möglichkeiten Sie haben, bestimmte Veränderungen vorzunehmen, und welche Maßnahmen Sie in Ihrem Alltag umsetzen können. Dann sind Sie dran, die Vorschläge umzusetzen. Nach zwei bis vier Wochen machen wir einen kurzen Follow-Up Termin zur Erfolgskontrolle.
Insbesondere bei bereits länger andauernden oder komplexen Problematiken, ist Geduld gefragt. Hier kann es sein, dass sich Fortschritte nur langsam einstellen.
Sie wissen noch nicht, ob eine Katze das richtige Haustier für Sie ist?
Ich berate Sie gerne, bevor Sie sich ein Haustier zulegen.
Sie wissen bereits, dass Sie eine Katze möchten?
Aber Sie haben noch viele Fragen…
- Eine Katze oder zwei?
- Kitten oder Senior?
- Wohnungshaltung oder Freigang?
- Kann man eine Katze trainieren?
- Eine Katze vom Züchter? Aus dem Tierheim? Vom Bauernhof?
- Welche Eigenschaften hat die Katzenrasse, die Ihnen so gut gefällt?
- Und falls Sie sich noch keine Gedanken zum Katzenklo gemacht haben… Kein Problem. Dazu habe ich einen ganzen Fragenkatalog für Sie.
Ich berate Sie gerne bei der Auswahl Ihres tierischen Familienmitglieds sowie bei allem, was Sie zu Katzenhaltung, Vergesellschaftung, katzenfreundlicher Wohnungseinrichtung, Beschäftigungsmöglichkeiten etc. wissen sollten.

Sie haben bereits eine Katze und es soll eine weitere Katze bei Ihnen einziehen?
Gerne gebe ich Ihnen Tipps für die Zusammenführung der Katzen.
Es stehen größere Veränderungen an?
Sie haben eine Katze und es steht ein Umzug an? Sie können nicht mehr im Homeoffice arbeiten und Ihre Katze ist plötzlich länger allein? Oder vielleicht erwarten Sie ein Baby?
Für Katzen können solche Erfahrungen mit Stress verbunden sein. Ich berate Sie gerne, wie Sie Ihre Katze darauf vorbereiten und ihr den Umgang mit der neuen Situation erleichtern können.

